
Der „Above-the-Fold“-Bereich ist der Teil deiner Webseite, den Besucher sehen, ohne zu scrollen. Er ist wie die Titelseite einer Zeitung: In den ersten Sekunden entscheidet er, ob der Nutzer bleibt oder wegklickt. Studien der Nielsen Norman Group zeigen, dass etwa 57% der Blickzeit auf Webseiten in diesem ersten sichtbaren Bildschirmbereich verbracht werden. Mit anderen Worten: Mehr als die Hälfte der Aufmerksamkeit fällt auf das, was du „Above the Fold“ platzierst. Im High-Stakes-Spiel der Conversion-Optimierung gilt deshalb: Überzeuge hier sofort – denn was oben steht, wird zuerst wahrgenommen.
Dieser sichtbare Bereich muss in Sekundenschnelle klarmachen, worum es auf der Seite geht. Ein schneller Blick soll beim Besucher das Interesse wecken, Vertrauen schaffen und zum Klicken motivieren. Gerade im B2B-Bereich und auf Landingpages ist das Nutzenversprechen hier zentral. Im Optimalfall verrät die Überschrift bereits, was du anbietest und für wen. Der erste Eindruck wird zur Einstiegskarte: Ein klarer, aussagekräftiger Hero-Slogan („Wir steigern Ihre Anfragen um X %“) fängt den Nutzer ein. Ohne deutlichen Nutzen auf den ersten Blick kennt der Besucher weder dein Angebot noch seinen Mehrwert – und verlässt die Seite schnell wieder.
Experten-Tipp: Platziere dein Hauptangebot („Call-to-Action“) und einen kurzen Nutzenhinweis direkt im oberen Bereich. Laut gängigen Best-Practice-Empfehlungen sollte der primäre CTA „above the fold“ stehen, weil viele Nutzer sonst nie scrollen. Gleichzeitig warnen CRO-Profis davor, den Bereich zu überfrachten: Besucher scrollen durchaus, wenn sie merken, dass weiter unten mehr Inhalt wartet. Das heißt: Balance halten – gestalte den Above-the-Fold-Bereich so attraktiv und informativ, dass er Lust aufs Weiterlesen macht, ohne zu viele Details zu zeigen.

Ob du eine klassische Landingpage, eine Produktseite oder ein Anmeldeformular designst – über diese fünf Komponenten sollte das „Above the Fold“-Layout verfügen:
Zusammengefasst: Überlade den Herobereich nicht mit Details. Konzentriere dich auf deine Kernbotschaft (Wer? Was? Warum), einen klaren Handlungsaufruf und ein unterstützendes Bild. Ein sauber strukturiertes Above-the-Fold-Design hält Besucher länger fest – und bringt sie dazu, weiter auf der Seite zu bleiben.
Auch wenn Besucher heutzutage oft scrollen, zeigt Eye-Tracking-Forschung: Ihre Aufmerksamkeit ist stark auf die obere Seite konzentriert. In der aktuellsten Nielsen-Studie verbrachten Nutzer etwa 57% ihrer Gesamt-Blickzeit im ersten Bildschirmabschnitt. Die Studienautoren fassen es so zusammen: Was oben ist, wird mit Abstand am meisten gesehen. Über die gesamte Seite hinweg liegt der Schwerpunkt auf den ersten zwei Bildschirmen (ca. 74% der Aufmerksamkeit) – alles darunter nur bei rund 26%. Das bestätigt, dass der Above-the-Fold-Bereich der „Hotspot“ für das initiale Blickverhalten ist.
Folglich bestimmen dein Angebotstitel, das Bild und die Platzierung des CTA unmittelbar, ob der Nutzer Lust hat, weiterzuscrollen. Wenn die ersten Sekunden keine klare Botschaft liefern, springt der Besucher ab. Umgekehrt heißt das aber auch: Wecke gezielt Neugier, damit gerade auch unterhalb der Falz mehr gelesen wird. (Ein klassischer Fehler ist etwa ein „falscher Boden“: wenn unter dem Fold gar nichts Interessantes kommt, schauen Nutzer oft gar nicht erst weiter.)
– Gestalte Überschrift und Bild so, dass sie sich optisch abheben: Große Schriften, kontrastreiche Farben für die CTA-Schaltfläche und richtungsweisende Elemente (Pfeile, Personenblick oder Linien) lenken die Augen.
– Wichtige Infos zuerst: Eine User scannt oft wie ein „F“, d.h. sie liest die Überschrift, dann ein wenig in den Fließtext. Setze Keywords (Nutzen, Zahl, Marke) strategisch an den Anfang der Zeilen.
– Vermeide überladenen Text und zu viele visuelle Reize direkt oben. Ein ruhiger Bereich mit Weißraum rund um die Kerninhalte hilft, dass nichts „übersehen“ wird. Ein klares visuelles Hierarchie-Layout (z.B. Header > Subheader > CTA) erleichtert das Erfassen der Botschaft.
Tipp: A/B-Tests können hier weiterhelfen. Probiere aus, ob z.B. das Bild, die CTA-Farbe oder der genaue Wortlaut der Headline die Verweildauer und Klickrate verbessern. Oft bewirken selbst kleine Änderungen (“Unsere Lösung” statt “Lösungen”, eine kleinere Schlagzeile, ein Icon neben dem CTA) deutliche Unterschiede in der Interaktion.

Neben ansprechendem Text darf der Handlungs-Button im Above-the-Fold-Bereich nicht fehlen. Er sollte klar signalisieren, was nach dem Klick passiert („Kostenlosen Audit buchen“, „Demo starten“, „Jetzt Angebote erhalten“). Platziere das Formular oder den Button möglichst ohne Scrollen erreichbar, damit der Nutzer jetzt reagieren kann. Mehrere CTA-Schritte („Zuerst E-Mail – dann Telefon – dann Formular“) erhöhen die Hemmschwelle. Besser ist ein einziger großer Button oder ein einfaches Minimalkontaktformular (Name und E-Mail) an prominenter Stelle.
Achte darauf, dass der CTA-Button genügend Kontrast zum Hintergrund hat – grüne oder orangene Buttons auf hellem oder dunklem Grund stechen besonders ins Auge. Die CTA-Fläche selbst sollte nicht von anderen Elementen (z.B. Social Media Links) umringt sein. Wenn möglich, nehme in unmittelbarer Nähe des Buttons ein kurzes Vertrauenssignal auf (z.B. „Datenschutz garantiert“ oder ein Schloss-Symbol), um letzte Zweifel auszuräumen. Das gibt dem Nutzer ein gutes Gefühl beim Klick.
Gerade auf Landingpages ist oft noch kein „vorhandener Kundenstamm“ bekannt. Umso wichtiger ist es, im Above-the-Fold-Bereich das Erste Anzeichen von Vertrauen zu zeigen. Das kann ein kurzes Testimonial sein („Unsere Conversion stieg bei Firme X um 50%“), ein bekanntes Kundenlogo, ein Gütesiegel (z.B. TÜV) oder die Angabe einer beeindruckenden Zahl („Über 500 Kunden weltweit“). Wichtig ist: Ein Element genügt. Lieber ein einzelnes starkes Zitat oder Logo strategisch platzieren, als eine ganze Wand aus Auszeichnungen.
Warum das so wirkt, zeigt die Psychologie des Social Proof: Menschen orientieren sich an Erfahrungen anderer. Wenn ein potentieller Kunde sofort sieht, dass „Unternehmen wie seines“ das Produkt nutzen oder darin etwas Wertvolles sehen, sinkt seine Skepsis. Eyetracking bestätigt zudem: Logos und Trust-Badges fallen schnell auf. Platziere sie aber so, dass sie nicht vom CTA ablenken – etwa direkt neben oder unter dem Button, oder in einer Ecke des Hero-Sections. Zusätzliche Vertrauensanker könnten ein kleiner Hinweis auf Reaktionszeit („Antwort i.d.R. am nächsten Werktag“) oder eine verschlüsselte Verbindung sein („SSL-gesichert“) – einfach gehalten und unaufdringlich.
fetchpriority="high" den Hinweis, zuerst dieses Bild zu laden.
Der Above-the-Fold-Bereich einer Landingpage entscheidet maßgeblich über den Erfolg. In den ersten Sekunden muss klar sein, welchen Nutzen du anbietest – unterstützt durch einen starken Slogan, ein passendes Bild, einen auffälligen CTA und ein erstes Vertrauenssignal. Studien zeigen, dass die meisten Besucher hier den Großteil ihrer Aufmerksamkeit aufwenden. Mache also diesen Abschnitt zum Dreh- und Angelpunkt deiner Seite: weniger ist oft mehr. Ein sauber fokussierter Hero, der das Angebot in den Vordergrund rückt und alle Ablenkungen weglässt, hält Nutzer fest und motiviert sie, weiterzuscrollen. Wer die ersten Sekunden optimal nutzt, steigert nachhaltig Klicks und Conversions – genau darum geht es beim Conversion-optimierten Above-the-Fold-Design.
Quellen: Nielsen Norman Group (Eyetracking-Studie); Mailchimp (Above-the-Fold Basics); Logos Web Designs (Conversion-optimierte Hero-Elemente); CXL Blog (Oben vs. unten – Expertenmeinungen).
Die Optimierung eines Hero-Bereichs ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess. Analysiere regelmäßig, ob Besucher deine Botschaft innerhalb weniger Sekunden verstehen, teste unterschiedliche Headlines, Call-to-Actions oder Hero-Bilder per A/B-Test und beobachte Kennzahlen wie Conversion-Rate, Scrolltiefe oder Klickverhalten. Bereits kleine Anpassungen an Reihenfolge, Formulierung oder visueller Gestaltung können einen spürbaren Einfluss auf die Performance deiner Landingpage haben.
Ja. Da Smartphones deutlich weniger Platz bieten als Desktop-Bildschirme, müssen Inhalte noch stärker priorisiert werden. Die wichtigste Botschaft, der primäre Call-to-Action und zentrale Vertrauenssignale sollten möglichst ohne Scrollen sichtbar sein. Gleichzeitig gilt es, unnötige Elemente zu vermeiden und ausreichend Weißraum zu schaffen, damit der Hero-Bereich auch auf kleinen Displays übersichtlich und leicht erfassbar bleibt.
Eyetracking-Studien zeigen, welche Bereiche einer Landingpage Besucher zuerst wahrnehmen und in welcher Reihenfolge sie Informationen verarbeiten. Diese Erkenntnisse helfen dabei, Headlines, Call-to-Actions und Trust Signals an den aufmerksamkeitsstärksten Positionen zu platzieren. Eine durchdachte visuelle Hierarchie sorgt dafür, dass Nutzer intuitiv durch den Hero-Bereich geführt werden und die wichtigsten Informationen nicht übersehen.
Zu den häufigsten Fehlern zählen unklare Headlines, austauschbare Marketingfloskeln, mehrere konkurrierende Call-to-Actions, irrelevante Stockfotos oder eine unübersichtliche Informationsstruktur. Ebenso problematisch sind fehlende Nutzenargumente oder Hero-Bilder, die zwar optisch ansprechend wirken, aber keinen Bezug zum eigentlichen Angebot herstellen. Ziel sollte immer sein, dass Besucher innerhalb weniger Sekunden verstehen, worum es geht und welchen nächsten Schritt sie gehen können.
Trust Signals helfen dabei, Unsicherheit abzubauen und Vertrauen aufzubauen, bevor Besucher weitere Inhalte lesen. Kundenlogos, Bewertungen, Fallstudien, Zertifizierungen oder konkrete Kennzahlen zeigen, dass andere Unternehmen bereits positive Erfahrungen gemacht haben. Besonders im B2B-Bereich können glaubwürdige Vertrauenssignale einen entscheidenden Einfluss auf die Conversion-Rate haben, da sie das wahrgenommene Risiko einer Kontaktaufnahme reduzieren.
In den meisten Fällen ja. Besucher sollten bereits im ersten sichtbaren Bereich erkennen, welche Handlung als Nächstes erwartet wird. Ein gut platzierter Call-to-Action reduziert Reibung und erleichtert den Einstieg in den Conversion-Prozess. Gleichzeitig sollte der Hero-Bereich nicht ausschließlich aus einem großen Button bestehen. Erst das Zusammenspiel aus Nutzenversprechen, Vertrauen und einer klaren Handlungsaufforderung sorgt dafür, dass Besucher tatsächlich klicken.
Ein wirkungsvoller Above-the-Fold-Bereich besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Bausteinen. Dazu gehören eine prägnante Headline, eine ergänzende Subheadline, ein klar formulierter Call-to-Action, ein aussagekräftiges Hero-Bild oder eine passende Visualisierung sowie Vertrauenssignale wie Kundenlogos, Bewertungen oder Zertifikate. Entscheidend ist jedoch nicht nur, dass diese Elemente vorhanden sind, sondern dass sie in einer logischen Reihenfolge wahrgenommen werden und gemeinsam eine verständliche Botschaft vermitteln.
Der Above-the-Fold-Bereich entscheidet häufig innerhalb weniger Sekunden darüber, ob Besucher auf einer Landingpage bleiben oder sie wieder verlassen. Noch bevor Nutzer scrollen, bilden sie sich einen ersten Eindruck und bewerten unterbewusst, ob das Angebot relevant, vertrauenswürdig und verständlich ist. Eine klare Headline, ein überzeugendes Nutzenversprechen, ein gut sichtbarer Call-to-Action und erste Trust Signals helfen dabei, Orientierung zu schaffen und Interesse zu wecken. Ist dieser Bereich hingegen unklar oder überladen, steigt die Wahrscheinlichkeit eines frühen Absprungs deutlich.